Patrozinum: Hl. Rupert (Festtag am 24. September)
Am Westhang des Faningberges erhebt sich im Weißpriachtal die Kirche St. Rupert. An diesem bis in das 12. Jahrhundert einzigen Tauernübergang inmitten des slawischen Siedlungsgebietes besaß das Salzburger Domkapitel seit 1002 die Grundrechte. Neben der Kirche bestand eine Burg, nach der sich das Ministerialengeschlecht der Herren von Weißpriach benannte. Den Bau des einschiffigen Kirchenraumes mit dem Chorturm datiert man in die erste Hälfte des 12. Jahrhunderts. In seinem Obergeschoß wurde der Turm 1735 neu gebaut. Das innere der Kirche birgt einen beachtlichen Kunstbestand, besonders die 1946/47 freigelegten Fresken an beiden Seitenwänden des Altarraumes sowie an der Südwand des Kirchenschiffes, die wohl in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts von einem unbekannten Wanderkünstler gemalt wurden. Der Hochaltar von 1742 wurde, bis auf die Figuren der Heiligen Petrus, Paulus, Virgil und Vitalis, abgetragen, um das Apsisfresko sichtbar zu machen.